REUTLINGEN

GASTRONOMIE – Am 19. Oktober werden bei der Reutlinger Schlemmernacht Drei-Gänge-Menüs zum Einheitspreis serviert

So lecker wird die Reutlinger Schlemmernacht

VON ALEXANDER RABE

REUTLINGEN. Es wird langsam Zeit, zum Telefonhörer zu greifen – zumindest für diejenigen, die sich die Reutlinger Schlemmernacht am Mittwoch, 19. Oktober, nicht entgehen lassen wollen. Die von der Reutlinger Gastro-Initiative organisierte Veranstaltung hat viele Fans, weshalb man mit der Tischreservierung nicht zu lange zögern sollte.

Vier von zwanzig Köchen, die ihre Gäste bei der Schlemmernacht mit hochwertigen Menüs verwöhnen wollen (von links): Uwe Förster (Culinarium), Heinrich Engelhardt (Maximilian), Olaf Schopf (Karlshöhe) und Georg Wurster (Achalm).

Vier von zwanzig Köchen, die ihre Gäste bei der Schlemmernacht mit hochwertigen Menüs verwöhnen wollen (von links): Uwe Förster (Culinarium), Heinrich Engelhardt (Maximilian), Olaf Schopf (Karlshöhe) und Georg Wurster (Achalm). FOTO: Uschi Pacher
20 Restaurants sind diesmal mit von der kulinarischen Partie. In jedem Lokal wird ein herbstlich-kreatives Drei-Gänge-Menü aufgetischt – zum Einheitspreis von 28,50 Euro. Höchst unterschiedlich fallen freilich die Gänge aus. Hier ein gebratenes und gebeiztes Saiblingsfilet auf Limonenschmand, da zart geschmorte Bäckchen vom Weiderind auf Alblinsengemüse, dort ein Soufflé au chocolat mit geeistem Williamsbirnen-Parfait und Toblerone-Mousse: Die Köche machen es den Gästen ziemlich schwer, sich bei der Restaurant-Auswahl zu entscheiden.

Reizvolle Aufgabe für Köche

»Natürlich verwenden wir viele zur Jahreszeit passende Produkte«, sagt Heinrich Engelhardt vom Restaurant Maximilian. »Auch beim Fleisch und Fisch sind wir sehr vielseitig.« Kurz gebraten, geschmort, traditionell, aufgepeppt: Die Menüs dürften ganz nach jedem Geschmack sein. Wer’s lieber vegetarisch mag oder eine Lebensmittelunverträglichkeit hat, sollte dies bei der telefonischen Reservierung gleich sagen. Bei diesem Anruf kann man auch abklären, zu welcher Uhrzeit im Lokal der Wahl zu Tisch gebeten wird.

Die Köche und die Reutlinger Gastro-Initiative verfolgen zwei Ziele: Sie wollen alte Ausgeh-Traditionen beleben und neue Geschmackserlebnisse vermitteln. Dafür legen sie sich ins Zeug – und zwar gern. »Für einen guten Koch ist es immer reizvoll, mal was anderes als den Standard zu kochen«, sagt Olaf Schopf von der Karlshöhe in Betzingen. Dass sich der Aufwand lohnt, haben sowohl Uwe Förster als auch Georg Wurster, die Küchenchefs im »Culinarium« und im Restaurant Achalm, schon erfahren. »Manche kommen im Nachgang der Schlemmernacht und wollen zu einem anderen Anlass wieder genau das Schlemmernacht-Menü haben. Dann sag‘ ich: ‚Gern, aber nicht zu dem Preis’«, so Wurster. »Da machen wir bei der Schlemmernacht schon ein Zugeständnis.« Das bestätigt Uwe Förster, der schon mal bei einer Hochzeit sein Schlemmernacht-Menü nachkochen durfte.

Zwölf italienische Lokale machen diesmal bei der Schlemmernacht mit. Unter den acht deutschen Restaurants findet sich auch das wieder eröffnete »Rebstöckle« als Schlemmernacht-Debütant. »Die Italiener sind in der Überzahl«, sagt Georg Wurster. »Da müssen wir unsere schwäbische, regionale Küche vertreten.« Dem Gast kann’s nur recht sein, die Vielfalt ist groß. Die Übersicht mit allen Menüs und Kontaktdaten der Lokale ist übrigens am Samstag im GEA-Lokalteil oder auch im Internet zu finden. (GEA)

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